Crack Spread

Crack Spread bezeichnet die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den daraus gewonnenen raffinierten Produkten wie Benzin und Heizöl und dient als Näherungswert für die Raffineriemarge.

Im Unterschied zu einem allgemeinen Spread, der eine Preisdifferenz zwischen zwei verwandten Kontrakten beschreiben kann, isoliert der Crack Spread gezielt die Ökonomie des Raffinierungsprozesses selbst und verknüpft vorgelagerte Rohölpreise direkt mit nachgelagerten Produktpreisen statt zwei ähnlichen Instrumenten.

Warum Crack Spread wichtig ist

Raffinerien, Händler und Analysten verfolgen den Crack Spread, um die Rentabilität von Raffinerien einzuschätzen und Verschiebungen bei den Auslastungsraten der Raffinerien zu antizipieren. Zu den wichtigsten Anwendungen zählen:

  • Margenüberwachung: Verfolgung der Rentabilität von Raffinerien über verschiedene Rohölsorten hinweg.
  • Absicherung: Strukturierung von Futures-Positionen, die das Raffineriemargenrisiko von der reinen Rohölexponierung trennen.
  • Angebotssignale: Antizipation von Veränderungen der Raffinerieauslastung anhand sich verändernder Margentrends.

Interpretation von Crack Spread

Ein sich ausweitender Crack Spread signalisiert steigende Raffineriemargen und veranlasst Raffinerien häufig, den Durchsatz zu erhöhen und mehr Rohöl zu verarbeiten, während ein sich verengender Spread auf komprimierte Margen hindeutet und Kürzungen der Auslastung oder geplante Wartungsarbeiten ankündigen kann.

Crack Spread auf den Rohstoffmärkten

In den Märkten für WTI-Rohöl und Benzin kombiniert der vielzitierte 3:2:1-Crack-Spread drei Barrel Rohöl mit zwei Barrel Benzin und einem Barrel Heizöl, um eine typische Raffinerieausstoßpalette und die daraus resultierende Marge anzunähern.

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