Cost Pass-Through

Cost Pass-Through beschreibt, in welchem Umfang Veränderungen bei Inputkosten in die Preise von Endprodukten oder Dienstleistungen einfließen.

Dieses Konzept ist in vielen Märkten relevant. Es zeigt, ob Unternehmen Kostensteigerungen an Kunden weitergeben können oder ob sie diese selbst tragen müssen. Cost Pass-Through unterscheidet sich von Preisrigidität, bei der Preise trotz veränderter Kosten weitgehend unverändert bleiben.

Warum Cost Pass-Through relevant ist

Cost Pass-Through ist wichtig, um Marktdynamiken und Margen zu verstehen:

  • er zeigt die Preissetzungsmacht von Unternehmen
  • er beeinflusst inflationären Druck
  • er wirkt sich auf Nachfrage und Kaufverhalten aus

Interpretation von Cost Pass-Through

Hoher Cost Pass-Through bedeutet, dass Unternehmen einen großen Teil steigender Kosten an Kunden weiterreichen können. Das ist häufig in weniger wettbewerbsintensiven Märkten zu beobachten. Niedriger Cost Pass-Through bedeutet, dass Unternehmen mehr Kosten selbst tragen, etwa aufgrund von Wettbewerbsdruck oder Preisregulierung. Steigende Weitergaberaten können auf wachsende Marktmacht oder geringeren Wettbewerb hinweisen.

Anwendung in Rohstoffmärkten

In Rohstoffmärkten ist Cost Pass-Through entscheidend, um zu verstehen, wie Schwankungen bei Rohstoffpreisen – etwa Öl oder Weizen – die Preise nachgelagerter Produkte beeinflussen. Ein Anstieg der Rohölpreise kann beispielsweise zu höheren Kraftstoffpreisen führen, wenn der Cost Pass-Through hoch ist. Das wirkt sich wiederum auf Transportkosten und Verbraucherausgaben aus.

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