Drawdown
Drawdown bezeichnet den Rückgang eines Vermögenswerts oder Portfolios vom Höchststand bis zum Tiefstand. Er zeigt, wie groß ein Verlust vor einer möglichen Erholung ausfällt. Drawdown ist eine wichtige Kennzahl im Risikomanagement und unterscheidet sich von Volatilität, die Preisschwankungen unabhängig von ihrer Richtung misst.
Warum Drawdown relevant ist
Drawdown hilft, das Risikoprofil einer Position oder eines Portfolios zu verstehen:
- er quantifiziert mögliche Verluste in schwierigen Marktphasen
- er zeigt, wie lange eine Erholung auf frühere Höchststände dauern kann
- er unterstützt Risikomanagement und Kapitalallokation
Interpretation von Drawdown
Hohe Drawdowns weisen auf erhebliche Verluste und potenziell schwierige Erholungsphasen hin. Niedrige Drawdowns sprechen für stabilere Anlagen oder Strategien. Steigende Drawdowns können zunehmendes Marktrisiko oder schwache Performance anzeigen, während fallende Drawdowns auf Erholung oder verbesserte Marktbedingungen hindeuten können.
Anwendung in Rohstoffmärkten
In Rohstoffmärkten ist Drawdown-Analyse besonders relevant für Märkte wie Öl oder Erdgas, in denen Preise stark auf geopolitische Ereignisse oder Angebots- und Nachfrageschwankungen reagieren können. Drawdown hilft Investoren, Händlern und Risikoteams dabei, die Widerstandsfähigkeit ihrer Positionen einzuschätzen und Entscheidungen in Stressphasen fundierter zu treffen.