VWAP

Volume-Weighted Average Price (VWAP) misst den durchschnittlichen Preis eines Rohstoffs über einen bestimmten Zeitraum, gewichtet nach dem gesamten Handelsvolumen. VWAP wird häufig genutzt, um die Qualität der Handelsausführung zu bewerten, indem der erzielte Preis mit dem VWAP verglichen wird. Anders als einfache Durchschnittspreise berücksichtigt VWAP das Handelsvolumen und bildet dadurch Marktaktivität genauer ab.

Wie VWAP funktioniert

VWAP wird in mehreren Schritten berechnet:

  1. Typischen Preis berechnen: Durchschnitt aus Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs für jeden Zeitraum.
  2. Mit Volumen multiplizieren: Der typische Preis wird mit dem Volumen des jeweiligen Zeitraums multipliziert.
  3. Durch Gesamtvolumen teilen: Die Summe der Preis-Volumen-Produkte wird durch das gesamte Handelsvolumen geteilt.

Stärken und Grenzen

VWAP ist hilfreich, um durchschnittliche Handelspreise und Marktentwicklungen zu verstehen. In volatilen Märkten kann die Kennzahl jedoch verzerrt sein, wenn große Einzeltransaktionen den Durchschnitt stark beeinflussen. VWAP wird häufig mit weiteren Kennzahlen wie Moving Averages kombiniert.

Anwendung in der Rohstoffpreisprognose

In Rohstoffmärkten wie Öl oder Erdgas hilft VWAP Händlern einzuschätzen, ob sie im Verhältnis zum Marktdurchschnitt zu günstigen Preisen gekauft oder verkauft haben. Die Kennzahl ist wichtig, um Handelsperformance und Markttrends über die Zeit zu bewerten.

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