Spread

Spread bezeichnet die Preisdifferenz zwischen zwei verwandten Finanzinstrumenten und gibt häufig Hinweise auf Liquidität und Transaktionskosten.

Ein Spread ist häufig die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs, also der Bid-Ask Spread. Er unterscheidet sich von Arbitrage, bei der Preisunterschiede aktiv zur Gewinnerzielung genutzt werden. Spreads können auch zwischen unterschiedlichen Laufzeiten desselben Vermögenswerts auftreten, etwa als Yield Spreads.

Warum Spread relevant ist

Spread ist ein wichtiger Indikator für Marktbedingungen:

  • Liquidität: engere Spreads deuten meist auf höhere Liquidität hin
  • Transaktionskosten: weitere Spreads erhöhen Kosten für Marktteilnehmer
  • Markteffizienz: Spreads spiegeln die Effizienz der Price Discovery wider

Interpretation von Spread

Ein sich ausweitender Spread signalisiert häufig geringere Liquidität oder höhere Unsicherheit. Ein enger werdender Spread spricht dagegen für verbesserte Marktbedingungen. In Anleihemärkten kann ein steigender Yield Spread auf höhere Risikowahrnehmung oder wirtschaftliche Unterschiede zwischen Emittenten hinweisen.

Anwendung in Rohstoffmärkten

In Rohstoffmärkten sind Spreads wichtig, um Handelskosten und relative Bewertungen verschiedener Kontrakte zu verstehen. Der Crack Spread im Ölmarkt misst beispielsweise die Differenz zwischen Rohölpreisen und Preisen raffinierter Produkte und liefert Hinweise auf Raffineriemargen und Marktentwicklung.

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